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Pflegeimmobilien

Was ist eine Pflegeimmobilie?

Pflegeimmobilien sind Spezialimmobilien. Als Pflegeimmobilie werden Appartements verstanden, die sich in Alters- und Pflegeheimen, Wohnheimen mit angeschlossener Pflege oder in gemischten Heimen aus Wohnheim (betreutes Wohnen) und Pflegeheim befinden.

Als Privatanleger können Sie diese Apartments wie eine Eigentumswohnung kaufen und erhalten dann Mieterträge. In der Regel besteht der Mietvertrag jedoch nicht mit dem Einwohner des Zimmers, sondern mit dem Betreiber der Einrichtung. Dieser kümmert sich um den gesamten Mieterkontakt und übernimmt die meisten Instandhaltungsarbeiten, so dass weniger Verwaltungsaufwand entsteht als bei einer vermieteten Eigentumswohnung.

Marktsituation

Experten sind sich weitgehend einig: Pflegeimmobilien gelten als starker Wachstumsmarkt! Der Grund dafür ist der demografische Wandel, der den Bedarf an Pflegeeinrichtungen stark erhöhen wird. Insbesondere in den Jahren 2020-2060 wird ein enormer Nachfrageschub erwartet, da dann die geburtenstarke Generation der „Baby Boomer“ ins Rentenalter eintritt. Nach einer Studie im Auftrag des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie wird es bis 2030 rund 3,5 Millionen Pflegebedürftige in Deutschland geben – ein Anstieg von rund 33%!

Vorteile einer Pflegeimmobilie als Kapitalanlage

Solide Renditen: In der Regel wird mit Renditen von 4-6% p.a. auf den Kaufpreis gerechnet.

Mietsicherheit: Bei Pflegeimmobilie besteht der Mietvertrag meist nicht mit dem Bewohner, sondern mit dem Betreiber. Dieser pachtet die ganze Einrichtung für rund 20 Jahre und zahlt auch dann Miete, wenn das Apartment nicht belegt ist.

Geringer Verwaltungsaufwand: Der Betreiber kümmert sich um die Vermietung, Verwaltung und Instandhaltung der Immobilie. Als Besitzer müssen Sie selten mehr tun, als zur Eigentümerversammlung zu erscheinen.

Grundbucheintrag: Wie eine Eigentumswohnung können Sie eine Pflegeimmobilie jederzeit verkaufen, vererben oder verschenken. Ihr Kapital ist nicht fest gebunden, wenn Sie es dringend brauchen.

Geringe Konjunkturabhängigkeit: Da die Nachfrage nach Pflegeplätzen stark steigen wird, sind Pflegeimmobilien weniger konjunkturabhängig als Wohn- und Gewerbeimmobilien.

Exklusives Belegrecht: Häufig erhalten Sie als Käufer das exklusive Recht, ohne Warteliste in das entsprechende Pflegeheim einzuziehen. Das gibt Ihnen die Möglichkeit, sich einen Pflegeplatz in Ihrer Heimatregion zu sichern.

Steuervorteile: Sie können die Immobilie und das Inventar abschreiben und die Finanzierungszinsen absetzen. Wie bei anderen Immobilien ist nach 10 Jahren ein steuerfreier Verkauf möglich.

Welche Nachteile und Risiken gibt es?

Keine kurzfristigen Gewinne möglich: Es dauert einige Zeit, bis die Kaufnebenkosten sich amortisiert haben. Eine Pflegeimmobilie lohnt sich deshalb nur mit jahrzehntelangem Anlagehorizont.

Insolvenzrisiko des Betreibers: Das größte Risiko ist die Insolvenz des Betreibers. Dann kann es zu Mietausfällen kommen, bis ein neuer Betreiber die Einrichtung übernimmt.

Rechtliche Risiken: Pflegeeinrichtungen sind deutlich stärker reguliert als Wohn- oder Gewerbeimmobilien und die Politik ändert regelmäßig die geltenden Richtlinien. Wenn ein Betreiber nicht mit den neuen Bestimmungen Schritt hält, kann er die Einrichtung eventuell nicht mehr auf voller Kapazität betreiben und in wirtschaftliche Schwierigkeiten geraten.

Standortrisiken: Es ist möglich, dass das Umfeld der Immobilie an Attraktivität verliert – beispielsweise wenn eine neue Straße für Lärmbelästigung sorgt.

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